2007 | SACHSEN-VERBINDUNGSBÜRO BERLIN

"DER UMZUG, DER KEINER WAR"

FREISTAAT SACHSEN

Manchmal bringt ein Projekt Architekten an einen neuen Ort, lange bevor dort tatsächlich ein Büro existiert. Beim Sachsen-Verbindungsbüro in Berlin war das genauso. Die Planung brachte viele Termine vor Ort, Abstimmungen mit Bauherrn, Nutzern und Behörden mit sich – und damit eine regelmäßige Präsenz in der Stadt, lange bevor Berlin offiziell zum Bürostandort von JSP ARCHITEKTEN wurde. Inhaltlich ging es um mehr als eine reine Modernisierung. Das Haus wurde technisch und gestalterisch neu aufgestellt: mit neuen Holzfenstern und Türen, moderner Sicherheitstechnik und Räumen, die sowohl für Gespräche als auch für repräsentative Anlässe funktionieren. Im Untergeschoss entstand ein Besprechungsraum, der zugleich als Ausstellungsraum diente. Dort wurde Meißner Porzellan präsentiert: für jeden sächsischen Landkreis ein Teller mit Wappen, gefertigt in Meißen und in Berlin gezeigt. Ein anderes Thema wirkte zunächst beinahe nebensächlich und erwies sich doch als erstaunlich komplex: drei Fahnenmasten vor dem Gebäude. Sachsen, Deutschland und die Europäische Union sollten dort selbstverständlich vertreten sein. Doch Höhe, Abstände, Blickrichtungen und Beflaggungsregeln mussten genau abgestimmt werden. Aus drei Masten wurde eine kleine Planungsaufgabe mit vielen Gesprächen. Solche Details zeigen, dass auch bei überschaubaren Projekten viele Ebenen zusammenkommen – Repräsentation, Technik, Gestaltung und protokollarische Genauigkeit.

Joerg Schmidt | Foto Projektarchiv JSP ARCHITEKTEN