2025 | JULIUS-LEBER-KASERNE
"DER BLICK FÜR DAS GROßE GANZE"
BUNDESAMT FÜR BAUWESEN UND RAUMORDNUNG
Auf dem Gelände der Julius-Leber-Kaserne entwickelte sich über mehrere Jahre ein Projekt, das aus der Bearbeitung zahlreicher kleiner Bauunterhaltsmaßnahmen hervorging. Schritt für Schritt wuchs daraus die Planung eines neuen Stabsgebäudes innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles. Der Entwurf musste sich in die vorhandene Struktur der historischen Anlage einfügen und gleichzeitig neue Anforderungen der Bundeswehr erfüllen. Im Planungsprozess wurde intensiv an der Konstruktion gearbeitet. Variantenuntersuchungen führten schließlich zu einer Lösung mit tragenden Massivholzwänden und -decken sowie einem optimierten Raster – die nachhaltigste Variante und zugleich ein Pilotprojekt für das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Auch technisch geht das Gebäude neue Wege. Vorgesehen ist ein System zum Heizen und Kühlen mit Eisspeichertechnologie, das den Energieverbrauch reduziert. Als dieser Begriff in den frühen Besprechungen erstmals fiel, entstand kurz ein anderes Bild: Eisspeicher klang zunächst eher nach Schokolade oder Maracuja als nach Gebäudetechnik. Gemeint sind rund 1000 Kubikmeter Wasser, die im Sommer Kälte aus dem Winter nutzen und im Winter Wärme aus dem Sommer speichern. Zwischen Vorplanung 2016 und geplantem Baubeginn 2026 spannt sich so ein ungewöhnlich langer Bogen.
Udo Puskeppeleit | Foto Lageplan
