2022 | BUNDESPOLIZEI POTSDAM
"DAS BEKENNTNIS ZU NUTZUNG IM DENKMAL"
BRANDENBURGISCHER LANDESBETRIEB FÜR LIEGENSCHAFTEN UND BAUEN
In diesem Projekt geht es um die Sanierung und Umnutzung eines Ensembles aus drei Altbauten, die ursprünglich Teil eines Sanatoriums waren. Die Gebäude stammen aus der späten Phase der preußischen Schinkelschule. Heute dient der Bestand als Verwaltungsgebäude für ein Polizeipräsidium. Unsere Sanierungskonzepte bewegen sich dabei stets zwischen zwei Polen: den Anforderungen der künftigen Nutzung und dem vorhandenen Bestand. Einerseits verlangt der Polizeibetrieb nach klaren Sicherheitsstrukturen, moderner Technik und funktionalen Arbeitsräumen. Andererseits fordert das denkmalgeschützte Ensemble einen sorgfältigen Umgang mit Material und Struktur, insbesondere bei der Klinkersanierung. Im Planungsprozess wurde schnell deutlich, wie entscheidend eine klare Zieldefinition ist. Nutzeranforderungen, energetischer Standard und das angestrebte BNB-Zertifikat in Silber waren früh festgelegt. Dadurch konnten Maßnahmen abgestimmt und konsequent entwickelt werden. Die Weiterentwicklung eines denkmalgeschützten Gebäudes kann nur gelingen, wenn sich sowohl der Nutzer zu seiner Verwendung als auch der Denkmalschutz zur zukünftigen Nutzung des Hauses bekennen. Wenn nur das Denkmal geschützt wird, ohne den Nutzer mitzudenken, gerät am Ende beides in Schwierigkeiten.
Joerg Schmidt | Foto JSP ARCHITEKTEN
