2020 | JVA PLÖTZENSEE
"OHNE EINLASSKONTROLLE KEIN ZUTRITT"
BIM | BERLINER IMMOBILIENMANAGEMENT GMBH
Mit dem VgV-Gewinn fiel der Startschuss für ein Projekt, das zunächst unscheinbar klang: die Modernisierung der kompletten Schließanlage der JVA-Plötzensee. Am Ende ging es um weit über 3.000 Schlösser in einem Ensemble aus denkmalgeschützten Backsteinbauten, das überraschend idyllisch wirkt – jedenfalls für eine Justizvollzugsanstalt. Die eigentliche Arbeit begann mit einer mehrwöchigen Bestandsaufnahme. Ohne sauberes Führungszeugnis wäre schon der erste Schritt durchs Tor unmöglich gewesen. Doch selbst mit allen Prüfungen gehörte die tägliche Schleuse dazu: Kontrolle, Handy abgeben, Fotografieren strikt verboten. Detailfotos gab es nur im Ausnahmefall. Besonders eindrücklich waren die historischen Bartschlüssel und die kunstvoll verzierten Stahltüren in den Untergeschossen. Vieles wirkte über Jahrzehnte gewachsen: drei getrennte Bereiche, Spuren der früheren Frauenhaftanstalt unterschiedliche Schließsysteme nebeneinander. Die Zusammenarbeit mit Facility Management und Haftpersonal funktionierte erstaunlich pragmatisch. Alle merkten schnell, dass hier zügig und präzise gearbeitet wurde – von der Aufnahme der Bestandstüren bis zur Abstimmung der neuen Haftraumschlösser. Am Ende zahlte sich dieses Vertrauen aus. Auf die Schließanlage folgte der nächste Auftrag, diesmal für den Brandschutz.
Sandra Koopmann | Foto JVA Plötzensee Berlin
