2011 | MINISTERIALGEBÄUDE DRESDEN
"BAUEN AN DER ELBE"
FREISTAAT SACHSEN
Beim Ministerialgebäude für den Freistaat Sachsen ging es um ein komplexes Geflecht aus Restaurierung, Modernisierung und Hochwasserschutz. Das Bestandsgebäude verlangte nach einer präzisen Fassadensanierung, während im Inneren parallel die Modernisierung der Räume lief – vom Kabinettsaal, der vollständig mit digitaler Konferenztechnik ausgestattet wurde, bis zu notwendigen Maßnahmen im Innenausbau. Während über Details der historischen Fassade gesprochen wurde, lagen gleichzeitig Pläne für Flutschutztüren, Flutbarrieren und hochwassertaugliche Archive auf dem Tisch. Genau darin zeigte sich die eigentliche Herausforderung dieses Projekts. Das Gebäude sollte seine historische Erscheinung behalten und gleichzeitig auf zukünftige Hochwasserereignisse vorbereitet werden. „Bauen an der Elbe“ bedeutete daher immer wieder, zwischen Denkmalpflege und technischer Vorsorge zu vermitteln. In solchen Momenten zeigte sich, wie wichtig das gebündelte Know-how im eigenen Architekturbüro war: der Umgang mit denkmalrelevanter Bausubstanz, Fragen der Bauphysik und des Tragwerks, Materialien und Baustoffe – und vor allem die Steuerung eines großen, interdisziplinären Planerteams im Austausch mit Behörden und Bauherren. Am Ende entstand kein spektakulärer Neubau, sondern etwas Anspruchsvolleres – ein Gebäude, das auf kommende Herausforderungen vorbereitet ist.
Joerg Schmidt | Foto Grundriss
